28 11, 2016

Vorteile der Hochsensibilität

2016-12-17T12:16:08+01:00Tags: , |

„Sei doch nicht so empfindlich!“ „Du brauchst unbedingt ein dickeres Fell!“

Die Nachteile der Hochsensibilität kennt jeder, der etwas empfindsamer als der Durchschnitt der Bevölkerung gelagert ist. Und es gibt Tonnen von Selbsthilfeliteratur und Trillionen von Empfehlungen, wie man als sensible Persönlichkeit durchs Leben kommt. Einen dieser Beiträge habe auch ich verfasst, siehe hier.

Aber wesentlich seltener gehen wir auf die Vorteile ein, die Sensibilität mit sich bringt. Warum?

Ich hatte diesen Artikel etwa zur Hälfte geschrieben und wollte im Internet recherchieren, ob ich wichtige Aspekte vergessen hatte. Google – Fehlanzeige. Selbst Artikel, die mit „Vorteil“ betitelt waren, brachten Tipps gegen die Nachteile.

Fragen kostet nichts

Ich stellte also in einer Gruppe meine Frage. Wo seht ihr die Vorteile, liebe Hochsensible? Pustekuchen! Die Basis der Antworten war mehr als dünn, die meisten jammerten über die Nachteile.

Warum denken Hochsensible nie ihr Talent? Wir besitzen innere Präzisionsinstrumente, nehmen mehr wahr als andere, lesen zwischen den Zeilen und gelangen zu besonderen Erkenntnissen – aber nie zu der Erkenntnis, dass man diese Fähigkeiten feiern und für sich nutzen könnte.

WTF?

Bescheidenheit gehört zu uns. Aber dummerweise sind wir zu bescheiden, um unsere Empfindsamkeit als Talent oder Gabe zu betrachten. Das ist ein Fehler, davon bin ich felsenfest überzeugt. (Schon wieder ein Nachteil!) Es tut uns gut, wenn wir uns mit den Vorteilen auseinandersetzen, die wir vom Universum oder vom lieben Gott mitbekommen haben.

Hier folgt also meine persönliche Hitliste, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Wir sind kreativ

Kreative sind sensibel, Sensible sind kreativ – meiner Beobachtung nach gibt es kaum Menschen, die mehr Ideen haben und coolere Hobbys ausprobieren als wir. Viele von uns schreiben, malen, basteln, musizieren, handarbeiten und gestalten. Erst das Hinterfragen (und im Hinterfragen sind wir nicht nur gut, sondern Spitzenklasse!) bringt Menschen auf Ideen. Deshalb gehören auch viele der besten Wissenschaftler und Erfinder zu unserer Gruppe. Wir finden auch dann noch die Lösung, wenn andere schon längst aufgegeben haben.

Wir haben die Nase vorn im sozialen Bereich

Wenn wir uns nicht ausbrennen lassen, dann gibt es niemanden, der uns in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, Kindergärten und Schulen, als Lehrer oder als Chef das Wasser reichen kann. Wir finden Zugang zu schwierigen Persönlichkeiten und fühlen uns in andere ein. Die Menschen fühlen sich wohl in unserer Nähe, denn wir verstehen sie.

Wir haben den Überblick

Menschen, die auch an andere denken, sehen die Welt aus einer besonderen Perspektive. Die Sonne dreht sich nicht nur um uns, und wir sind uns dessen jeden Tag bewusst. Wir verstehen, wie unser Umfeld tickt und kommen zu messerscharfen Erkenntnissen. Das können wir nutzen. Im Beruf, bei der Wahl unserer Freunde und unseres Lebenspartners.

Wir sind die besten Freunde überhaupt

Wer sensible Menschen in seinem Freundeskreis hat, darf sich glücklich schätzen. Wir hören zu, lesen zwischen den Zeilen und sind für andere da, auch mitten in der Nacht, wenn es sein muss. Und hier muss ich rasch loswerden, wie dankbar ich für meine wunderbaren Leser bin. Es sind durch die Bank fantastische, liebenswürdige, hilfsbereite und kluge Menschen! Wenn ich eine Bitte habe (zum Beispiel eine Frage wegen der Buchrecherche), so kann ich auf sie zählen. Wenn ich einen schlechten Tag habe, muntern meine Leser mich auf. Sie sind meine Testleser und helfen mir dabei, ein gutes Cover zu entwickeln.

Wir sind gerecht und fair

Lügen, um einen Vorteil zu erlangen, andere übers Ohr hauen – das ist nicht unsere Welt. Wer sensible Menschen als Kunden oder Geschäftspartner hat, darf sich glücklich schätzen. Auf unser Wort kann man sich verlassen.

Ich suche gezielt nach sensiblen und empathischen Dienstleistern, da ich so wesentlich entspannter Bücher schreiben kann.

Wir sind wunderbare Eltern

Obwohl ich als Tante keine direkten Erfahrungen vorweisen kann, so bin ich davon überzeugt, dass Sensible die besten Eltern überhaupt sind. Wir fühlen uns ein und denken darüber nach, was unsere Schutzbefohlenen brauchen. Unter unserer Führung entwickeln sie sich zu positiven und wertgeschätzten Menschen.

Wir sind keine faulen Nüsse

Kennt ihr diese Selbstdarsteller-Menschen, die den lieben langen Tag schauspielern und sich als die Besten ihrer Zunft präsentieren? Oft steckt nur heiße Luft dahinter. Gerade habe ich 21 Euro für ein Programm einer Online-Business-Frau ausgegeben, die ihre Botschaft mit hohlen Phrasen angepriesen hat. Weil ihre kostenlosen Tipps zum Thema Internet gar nicht so schlecht waren, habe ich eine 21-Tage-Challenge bei ihr gebucht. Rausgeschmissenes Geld! Was bekam ich? Ein paar zusammenkopierte Ratgeber-Platitüden, die man im Internet oder auf einem billigen Wühltisch im Buchladen finden kann.

Auf der Seite einer Hochsensiblen erstand ich hingegen Tipps, die es in sich hatten und die ich mir immer wieder ansehe, um das eine oder andere umzusetzen. Sie versprach nicht nur, sie hat geliefert.

Wir trennen die Spreu vom Weizen

Als ich dieses 21-Tage-Ding kaufte, war ich unaufmerksam. Aber mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit hätte ich die faule Nuss vorher entlarven können. Es gibt so viele Dienstleister und Produkte da draußen, die von unserem Geld leben. Versicherungsvertreter, Bankberater und Coaches seien stellvertretend genannt. Bestimmt fallen dir noch viel mehr davon ein. Autoverkäufer, Diätprogramm-Verkäufer, Marketinggurus, Erfolgstrainer.

Wenn wir uns auf unsere Stärke besinnen und unserer eigenen Entscheidungsfähigkeit folgen, müssen wir auf die ganzen Blender da draußen gar nicht reinfallen. Wir können sie entlarven und in Dinge und Menschen investieren, die es wert sind.

Trust yourself

Vertraue dir. Du besitzt Superkräfte (Okay, das zu denken oder zu schreiben, fällt uns schwer. Mir auch.) Aber wenn du dir das jeden Tag bewusst machst, dass es so ist, wirst du deine Vorteile in Zukunft besser nutzen können.

Ich muss auch erst lernen, darin zu vertrauen, dass ich gute Bücher schreiben kann, die meine Leser bewegen. Jeden Tag erinnere ich mich daran. Der Gedanke gibt mir die Kraft, auch ungewöhnliche Ideen aufzugreifen und sie schriftstellerisch umzusetzen. Denn das Gewöhnliche, das 0-8-15 Buch, das gibt es da draußen schon. Nur ich kann so schreiben, wie ich schreibe, niemand anderes.

Darum glaube an dich. (Wieder so eine hohle Phrase, aber ich meine es ernst.) Vertrau auf deine Spürnase, auf deinen Instinkt. Und dann kannst du meine Aufzählung der Vorteile ins virtuelle Klo spülen und deine eigene Liste entwickeln.

Ich wünsche dir, dass du den Zugang zu deinen Superkräften findest. Denk daran, sie sind immer für dich da.

 

22 11, 2016

Serendipität – überraschende Gelegenheiten ergreifen

2016-11-22T17:20:26+01:00Tags: |

Ich wollte nie Autor werden. Nicht etwa, weil ich Bücher schreiben doof fand, nein! Ich las total gerne, aber ich kam einfach nie auf die Idee.

Nein, Mella hatte einen anderen Plan. Schon als Kind erklärte meine Oma mir, dass man im Leben fleißig lernen müsse, damit man es zu was bringt. Und brav wie ich war, habe ich mich daran gehalten. Abi, Studium, Weiterbildung, bla blubb … in einem meiner letzten Artikel habe ich ja schon mal erwähnt, dass ich das Studieren gerne zu meinem Beruf gemacht hätte.

Aber irgendwann kam der Job. Ich bin also mit meiner goldenen Eintrittskarte (die aus Charlie und die Schokoladenfabrik) los marschiert.

Trotz blinkender Karte wurde diese Zeit nicht besonders erfreulich für mich. (Zur Verteidigung meiner Oma muss ich sagen, dass man früher mit einem naturwissenschaftlichen Studium tatsächlich ein angenehmes Berufsleben erwarten durfte.)

Neugierig, hinterfragend, sinnsuchend – ich war kein guter Business-Zinnsoldat

Über zwei Stationen gelangte ich schließlich als Managerin in die Schweiz. Als Deutsche in einem Familienunternehmen habe ich jedes Fettnäpfchen mitgenommen. Für alle Schweizer, die hier mitlesen: Es gibt viele von euch, die wirklich nett sind! Eine sehr gute Freundin von mir ist Schweizerin. Aber im Job waren der Belgier und ich die … naja.

Irgendwann haben sie mir so einen Selbstdarsteller als Chef vorgesetzt. Gutaussehend (bis auf die dicken Glasbausteine auf seiner Nase), falsches Lächeln, Verkäufergeschwätz. Kontrollfreak.

Die Details erspare ich uns an dieser Stelle, aber sie haben mich gnadenlos abgefackelt und sich an dem Feuer die Hände gewärmt. Nach drei Jahren zog ich die Reißleine und kündigte.

They broke you.

Diesen Satz hat eine israelische Geschäftspartnerin zu mir gesagt, als ich mich auf meiner letzten Geschäftsreise von ihr persönlich verabschiedete. Gebrochen haben sie mich nicht – aber gebissen, bis es blutete.

Ihr kennt mich alle als nett, zuhörend und offen. Freundlich. Wie meine liebe Kollegin Annette Kinnear neulich geschrieben hat:

Ich glaube Mella und ich haben so ungefähr zur gleichen Zeit angefangen, mit unseren Büchern. Jedenfalls ist sie inzwischen super erfolgreich und berühmt geworden und dabei ein ganz aufmerksamer und lieber Mensch geblieben.

(Hier geht es zu Annettes Büchern – schaut mal vorbei.)

Das Schlimme am Mobbing ist nicht das, was sie einem antun. Für mich war das Schlimmste, was das mit mir gemacht hat: Irgendwann schlug ich um mich, als hätte ich in ein Wespennest gegriffen. Ich wehrte mich, und mir war jedes Mittel recht. Alles, was ich tun konnte, das tat ich. Aber das war nicht ich. Dieser Mensch wollte ich nicht sein. Und so bin ich gegangen.

Ich hatte keine Lust mehr

Nicht auf Bewerbungen, nicht darauf, mich anzupreisen wie eine bunte Hochleistungskuh, nicht auf dieses Phrasendreschen und diese hohlen Selbstdarsteller-Nikoläuse – außen eine dünne Schicht billige Schokolade unter glänzender Alufolie, innen nur Luft.

Also habe ich mich selbstständig gemacht. Aber das war nicht besser, denn jetzt musste ich mich täglich bewerben, nämlich bei meinen Kunden. Ich kam klar, verdiente schon im ersten Jahr genug zum Leben, und ich hätte das weiter aufbauen können. Aber es hat mich angekotzt. Auch hier gab es hohle Phrasen, leere Versprechungen und Gelaber en masse.

Endlich zum Thema, Mella!

Dann schlug der Zufall in mein Leben ein. Durch einen Sportkurs kam ich auf die Idee, ein Sachbuch zu schreiben. Nur für die Teilnehmer. Dann folgte das E-Book. Ich lud es bei Amazon hoch. Ups? Es brachte meine Büromiete ein! Da war sie, die Serendipität: Eine Gelegenheit, mit der ich nie gerechnet hatte.

Ich schrieb noch ein Buch. Und noch eins. Und ein Dreivierteljahr später schrieb ich meinen ersten Roman. Den Rest der Geschichte kennt ihr.

Die gute Nachricht

Ich verdanke den Fieslingen, die alles dafür getan haben, um mir das Leben schwer zu machen, meinen heutigen Beruf. Meine damalige Chefin brachte mich auf die Idee zu Himbeermond. Manchmal, wenn ich zu ihr musste, fühlte ich mich eigenartig leicht und frei, obwohl ich wusste, dass die nächste Attacke hinter ihrem Rücken auf mich lauerte. Und irgendwann viel, viel später fragte ich mich, wie diese Meetings wohl abgelaufen wären, wenn ich ihre Aura hätte sehen können.

Die Idee zu Himbeermond war geboren.

Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her

Wann hat das Schicksal dir ein unerwartetes Geschenk gemacht? Hast du dich getraut, die Chance zu ergreifen? Erzähl mir davon! Entweder hier unter dem Artikel oder auf meiner Facebook-Seite.

Ich wünsche dir auf dem Meer des Lebens immer eine Handbreit Glück unter dem Kiel!

Deine Mella

20 11, 2016

Wie ich mich organisiere und meine Sicht zu ADS

2016-11-22T17:20:36+01:00Tags: , , , |

Es gab Phasen im Leben, da dachte ich, ich hätte ADS – Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. (Wer das nicht kennt, werfe einen kurzen Blick auf Wikipedia.) Worauf man alles so kommt, wenn es mit dem Schreiben nicht läuft und wenn sich die zu erledigenden Aufgaben stapeln … Natürlich habe ich sofort auf das Negative geschielt.

Aber gibt es das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom überhaupt? Ich werfe mal eine steile These in den Raum: Wenn ich davon ausgehe, dass es das Syndrom gibt, dann verhalte ich mich entsprechend und meine Motivation geht den Bach runter.

Es gibt Studien, in denen man Schülern und Lehrern suggerierte, dass bestimmte Schüler besonders intelligent seien. Und die waren ein halbes Jahr später tatsächlich besser geworden! Und wenn ich denke, dass ich ein faules Ferkel bin, dann wird das schnell zur Wahrheit.

Was ist los mit Mella?

Ich kann enorm fleißig sein, wenn ich eine hochproduktive Phase habe, und ich kann – gerade auch nach einer Buchveröffentlichung – ganz schön in den Seilen hängen. Nun, dann ist das wohl ADS mit Hyperfokus, dachte ich mir. Hyperfokus bedeutet, dass man sich von der Begeisterung durch ein Projekt tragen lässt.

Zum Beispiel bin ich adrenalingetrieben durchs Studium geschossen. Vor Klausuren drehte ich auf, danach fiel ich zusammen. Okay, das war aufreibend, aber die Phasen dazwischen haben mich wieder entspannt. Ich habe oft gesagt, wenn man Studieren als Beruf ausüben könnte, dann wäre ich die erste Anwärterin gewesen. Studieren konnte ich richtig gut.

Aber dann kam der erste Job. Gleichförmigkeit von acht bis achtzehn oder wie viel Uhr. Und es wurde zäh. Es gab kein Adrenalin. Eine Aufgabe, die man heute erledigte, konnte man auch morgen machen. Aber natürlich hätte ein unendlicher Aufschub ins Chaos geführt. Trotzdem, mein bisheriges Organisationsschema versagte. Aber in einem Job mit Meetings und Chef und Todo-Liste ging es trotzdem immer irgendwie voran, auch wenn ich diese Zeit meines Lebens als unbefriedigend empfand, weil ich viele Dinge machen musste, die ich freundlich formuliert für absoluten Schwachsinn hielt. Und in dieser Zeit lernte ich, wie man Arbeit vortäuscht.

Arbeit vortäuschen? Wie jetzt, Mella?

Niemand ist jeden Tag gleich fit. Es gibt kreative Tage, es gibt Tage, da ist man hochkonzentriert, und es gibt Konzentrationslöcher und Hänger. Die hat jeder, davon bin ich heute überzeugt, aber gerade am Anfang meiner beruflichen Laufbahn dachte ich, dass ich die Einzige sei, der es so geht. Natürlich lässt sich das kaum jemand anmerken. Also starrt man konzentriert auf den Bildschirm und klickt, wenn der Chef oder die Kollegen in der Nähe sind, obwohl man keinen klaren Gedanken fassen kann. Und dieses Vortäuschen frisst dann den letzten Rest der Energie, die man mitgebracht hatte, vollständig auf.

Nun, heute bin ich selbstständig, und wie ihr euch sicher denken könnt, ist es vollkommen unsinnig, mir selbst vorzutäuschen, wie viel ich arbeite, wenn am Abend nichts erledigt wurde. ;-) Game over!

Es gibt niemanden, der einen antreibt (außer liebe Leser, die das neue Buch endlich in Händen halten möchten – danke dafür!) Und da ich mir immer noch viel zu viel vornahm, stand ich abends oft da und fragte mich, wie denn schon wieder der Tag um sein konnte? Wie, schon 20 Uhr jetzt? Was hab ich heute gemacht?

Und in solchen Phasen kommen dann die Zweifel. Vielleicht bin ich anders als andere? Krank? Desorganisiert? Unnötig zu erwähnen, dass ich fast alle Produktivitätstools, die dieser Planet zu bieten hat, irgendwann testete.

ADS-Recherche macht ADS

In der Zeit, in der ich über ADS recherchierte, war ich tatsächlich nicht besonders produktiv. Aber Hand aufs Herz – wer lässt nie ungeliebte Dinge liegen, wer ist immer so schnell, wie er gerne sein würde? Da ich mir grundsätzlich zu viel vornahm, konnte ich in dieser Rechnung nur negativ abschneiden. Das Schlimme an dieser Phase war, dass mich allein die Idee runtergezogen hat, ich könne eventuell vielleicht unter ADS leiden. Und je überzeugter ich wurde, desto schlimmer entwickelte sich meine Faulheit.

Ich habe nie einen ADS-Test gemacht, und vielleicht wäre ich für den einen oder anderen Psychologen sogar ein Kandidat für Ritalin – wer weiß? Das Zeug wird heute tonnenweise verschrieben, auf eine Autorin mehr oder weniger kommt es da nicht an.

The way out

Ich kürze ab, sonst wird dieser Artikel länger als meine Konzentrationsspanne. Scherz!

Ein Problem waren meine hohen Erwartungen an mich selbst.

Manchmal schüttele ich den Kopf, wenn ich lese, wie meine Kolleginnen am Tag 10000 Wörter schreiben. Ich habe das in meinem Autorenleben genau drei mal geschafft, und das ist so selten, dass ich sogar noch wüsste, bei welchen Büchern es geschehen ist.

Aber die Wörter machen keine gute Geschichte, die Story ist wichtig. Und wenn die komplex ist, kann man nicht so schnell arbeiten. Auf der anderen Seite der Skala stehen Verlagsautoren, die sich meist viel mehr Zeit lassen als ich. Realistisch betrachtet stehe ich also irgendwo in der Mitte. Aber meine Ansprüche lagen weit, weit oben. Und es sollte alles immer besser werden.

Selektive Vergesslichkeit

Ein weiterer Punkt war, dass ich mich am Abend noch haargenau daran erinnerte, wann ich nicht produktiv war – aber die Zeit, in der ich fleißig gearbeitet habe, fanden in meinem Denken weniger Raum. Mich selbst wünsche ich niemandem als Chef!

Habitica

Auf die Spur brachte mich Habitica, das ist ein Spiel, in dem man durch das Erledigen von Aufgaben voran kommt. Ich habe damit etwa zehn Wochen lang gearbeitet, dann hatte ich die meisten Flugkeiler, Kakteen, Jungbären und Wölfe heran gezüchtet und die Belohnungen blieben aus. Man kann zwar weiterspielen, aber es fühlt sich nicht mehr so lohnend an wie zuvor.

Trotzdem war meine Neugier geweckt. Inzentivierung, war das ein Schlüssel? Mich für jeden Schritt belohnen? Ich suchte immer wieder im Netz, vor allem unter dem Stichwort „Gamification“, dabei geht es grob gesagt darum, dass man aus ungeliebten Aufgaben ein Spiel macht. Habitica ist dafür ein perfektes Beispiel.

Gamification

Ein englischsprachiger Artikel brachte mich auf eine witzige Idee: Dort beschrieb ein Blogbesitzer, wie er aus seinem Leben ein Spiel machte. Grob gesagt vergab er für erledigte Aufgaben verschiedenfarbige Punkte und belohnte sich dann dafür mit Bier, Kleidung und anderen Dingen. Ich versuchte das, allerdings erstellte ich keine Kategorien, sondern vergab für alles Punkte, das mir wichtig erschien. Mein Ziel war, am Tag 150 Punkte zu erreichen, dann würde ich den Tag als „gelungen“ ansehen.

Aber was tun, damit die wichtigen Dinge erledigt werden?

Ganz einfach: Ungeliebte Aufgaben ergeben mehr Punkte. Schreiben und Korrigieren wird bei mir hoch bewertet, weil es wichtig ist. Und wenn mich eine Aufgabe total genervt hat, gebe ich mir auch mehr Punkte. Interessanterweise wurde ich wesentlich produktiver, denn ich saß nicht mehr vor dem Computer, wenn es nicht lief, sondern suchte mir einfach andere Aufgaben raus und arbeitete mich warm. Dinge wie die regelmäßige Einnahme von Vitaminen (phasenweise mache ich das) gerieten nicht mehr in Vergessenheit, denn den Punkt holte ich doch fix mit. Weiterbildung wurde bepunktet, Buchrecherche, Aufräumen, putzen und und und … fast alles, was in meinem täglichen Leben wichtig war.

Und bei diesem System bin ich bis heute geblieben. Interessanterweise brauche ich keine Belohnung, damit das funktioniert. Es genügt mir, wenn ich abends anhand einer Zahl sehen kann, dass der Tag nicht für die Tonne war. Heute habe ich 148 Punkte erreicht bisher, davon 70 fürs Schreiben an Rosenmond und die anderen für andere Aufgaben. Manche Menschen bezeichnen mein System als kompliziert, aber für mich funktioniert es perfekt.

Und an Tagen, an denen ich wirklich nicht aus dem Quark komme, bepunkte ich mich höher, und zwar für jeden Task, den ich trotz meiner Unlust in Angriff nehme. Meist bin ich dann am Nachmittag wieder in Schwung und es läuft wie gewohnt.

Habe ich jetzt ADS oder hat mir nur ein für mich passendes System gefehlt?

Für dich sind es vielleicht andere Methoden, die gut funktionieren. Es gibt so viele Tools da draußen … Viele arbeiten mit einem Bullet Journal (einfach googeln, gibt viele Anleitungen), aber als ich dazu wechselte, hing ich nach drei Wochen wieder stärker durch und ging zurück zu meinen Punkten.

Ich weiß, dass ich mich aus dem Fenster lehne. Aber für mich gibt es kein ADS. Schwankende Aufmerksamkeit ist keine Krankheit, es ist normal.

Wir müssen endlich mal wieder hinterfragen, wie viel Leistung gesund ist. Wir müssen akzeptieren, dass nicht ein Tag wie der andere ist. Wir sind keine Mensch-Maschinen. (Arbeitgeber sollten das mal begreifen!) Und wenn man seinen Weg findet, dann läuft es. Immerhin mache ich das jetzt seit gut neun Monaten und ich gedenke nicht, mein System wieder aufzugeben.

Jeder findet seinen Weg, wenn er mutig genug ist, danach zu suchen

Vielleicht hast du ein anderes Thema als Produktivität, fühlst dich irgendwie falsch oder in diesem Punkt minderwertig. Hör nicht auf, nach deinem Weg zu suchen. Vertraue auf deine Intuition, dann packst du es.

Ich wünsche euch eine produktive und eine fröhliche, glückliche und optimistische Woche!

Eure Mella

P.S. Dieser Artikel hat 1498 Wörter. Würde ich an Rosenmond schreiben, gäbe es dafür fast 45 Punkte, aber Blogartikel bepunkte ich etwas günstiger. Dreißig Punkte ist er aber wert, oder? Wenn ich noch ein Bild raussuche, Korrektur lese und ihn auf Facebook poste, damit ihr ihn auch findet …

18 11, 2016

Hochsensibilität und Himbeermond

2016-11-22T17:20:51+01:00Tags: , |

Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, etwas zum Thema Hochsensibilität zu schreiben. Denn ich weiß, dass viele Leser von Himbeermond und der Nachfolgebände genau wie ich selbst zu den empfindsameren Zeitgenossen gehören.

Was bedeutet Hochsensibilität?

Man sagt, dass etwa zwanzig Prozent der Menschen sensibler sind als der Durchschnitt – wir lesen zwischen den Zeilen, sind stärker durch andere beeinflussbar, sind begeisterungsfähig, aber auch leichter irritierbar. Einige von uns nehmen Lärm, Schmerzen oder grelles Licht stärker wahr. Da Hochsensible intensiver wahrnehmen, verfügen sie über mehr Gefühle, jedenfalls ist das mein Eindruck.

Auf der anderen Seite der Skala, ganz weit auf der anderen Seite, befinden sich die Psycho- oder Soziopathen, mit denen ich mich in Lindenmond beschäftigt habe. Das sind Menschen, die nur sehr wenig empfinden, deshalb kaum von Mitgefühl gesteuert werden und ohne schlechtes Gewissen über Leichen gehen. Psychopathen können in unserer Gesellschaft sehr erfolgreich sein, denn heutzutage stehen Selbstdarstellung und marktschreierisches Auftreten hoch im Kurs.

(Mir fällt es zum Beispiel immer noch schwer, das Wort „Bestseller“ auf meine Homepage zu schreiben, obwohl es keine hohle Phrase ist, sondern stimmt, denn ich habe schon ziemlich viele Bücher und E-Books verkauft. Aber jedes Mal, wenn ich die Startseite überarbeite, fühle ich mich wie eine Heuchlerin.)

Was hat das mit Himbeermond zu tun?

Oft bekomme ich Mails, in denen Leser/innen beschreiben, dass sie sich in dem Thema von Himbeermond wiederfinden. Die Hauptprotagonistin Lina ist auf besondere Weise sensibel – sie kann nicht nur Gefühle als farbige Auren sehen, sondern sie saugt die Gefühle der anderen Menschen wie ein Schwamm in sich auf.

Aber es ist gar nicht so wichtig, ob man empathisch ist und direkt von Gefühlen beeinflusst wird, oder ob man die Mimik und Gestik anderer Menschen genau beobachtet und dann mit eigenen Emotionen auf das Gesehene reagiert. Das Ergebnis ist dasselbe: Man empfindet in einer Situation stärkere Emotionen als der Durchschnitt.

Das Zusammensein mit anderen Menschen kostet uns mehr Kraft als die Normalbevölkerung – aber in der richtigen Konstellation kann es auch viel Energie bringen und uns erfrischen und unsere Batterien aufladen.

Meine Tricks für den Alltag

Ich bin kein Profi auf diesem Gebiet, obwohl ich mich als Autorin wegen meiner Geschichten regelmäßig mit dem Thema beschäftige. Trotzdem habe ich über die Jahre einiges gelernt, und das möchte ich mit euch teilen. Hier sind also Mellas Tipps für den Umgang mit der eigenen Empfindsamkeit:

Vertraue deiner Intuition

Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich immer dachte, dass die Meinung der anderen mehr zähle als meine eigene. Ich war unsicher, habe hinterfragt. Aber wer badet die Fehler aus, wenn ich eine Entscheidung treffe? Ich! Also sollte doch auch ich entscheiden, oder? Weil andere selbstsicher durch die Gegend rennen, macht uns das unsicher.

Ich habe mir früher immer einen Mentor gewünscht, einen gemütlichen und erfahrenen Business-Opa, der mich an seine schrumpelige Hand nimmt und mir die Berufswelt erklärt. Gab es natürlich nicht und ich musste meine Erfahrungen alle selbst machen. Seit ich meiner Intuition vertraue, läuft mein Leben deutlich flüssiger und geschmeidiger ab.

By the way: Wenn ich auf den Rat der anderen gehört hätte, gäbe es heute meine Bücher nicht! Und von dem Feedback, das ich von den Lesern bekomme, besonders über meine Facebook-Seite, weiß ich, dass das viele sehr schade fänden. Tja, um ein Haar hätte ich auf andere gehört und … Zum Glück ist es nicht so gekommen.

Kümmere dich um dich selbst

Hochsensible denken zuerst an das Glück anderer Menschen, erst dann an sich selbst. Und ehe wir uns versehen, haben wir wieder ja gesagt, obwohl wir nein fühlten, getrieben von unserem starken Verantwortungsgefühl für unsere Mitmenschen.

Achte auf deine Bedürfnisse und übe dich darin, nein zu sagen, wenn es angebracht ist. Dieser Punkt fällt mir immer noch schwer. Einige Male bin ich vor die Wand gefahren, weil ich Dinge versprach, die ich dann doch nicht halten konnte, weil mir Zeit oder Energie fehlten.

Ein gesundes Nein schützt deinen Akku und stärkt die Beziehung zu den anderen, denn wer nicht für alles verfügbar ist, steigert seinen Wert. Zu dieser Regel gibt es für mich nur sehr wenige Ausnahmen, und die befinden sich im allerengsten Familienkreis. Aber ansonsten versuche ich, meinen Akku möglichst zu schonen und ihn regelmäßig aufzuladen.

Gelassen durch Hochs und Tiefs

Jetzt ist wieder meine Zeit – wenn es dunkel wird, dann verfalle ich leicht in den Winterschlaf. Im Leben wechseln sich Hochphasen und Tiefs ab, genau wie beim Wetter. Und Hochsensible scheinen eine größere Amplitude zu haben als „normale“ Menschen. Daher achte ich genau auf den Zustand, in dem ich mich gerade befinde.

In einem Hoch bremse ich mich ein bisschen, um mir die nötige Erholung zu geben, und in einem Tief aktiviere ich mich, um nicht vollständig in den Winterschlaf zu verfallen, damit ich nicht in einen Teufelskreis gerate. Vielleicht ist es bei dir auch genau umgekehrt, und du musst dich in einem Tief schonen und erholen. Du bist dein Experte. Finde es heraus.

Bleibe bei dir

Manchmal, wenn es zu viel wird, wollen wir von den Gefühlen weglaufen. Aber paradoxerweise geht es uns viel besser, wenn wir tief durchatmen und bei uns bleiben, statt panisch davonzufliegen. Spür in dich hinein und versuche herauszufinden, was du jetzt brauchst.

Das kann am Anfang irritierend sein, denn unser Körper gleicht in den Botschaften, die er uns sendet, eher einem Tier oder einem kleinen Kind als einem rationalen und logischen Wesen. Bleib bei dir und kümmere dich um dich, wie du dich um dein eigenes Kind kümmern würdest. (Und ich meine das ganz konkret, es geht nicht um inneres Kind oder so ein Zeug.) Überlege, was dir JETZT gut tun könnte, experimentiere und lerne.

Erzähle es niemandem

Dieser Rat ist ein bisschen merkwürdig, aber es ist der wichtigste Tipp, den ich für dich habe, und ich werde dir jetzt erklären warum:

Ich habe eine liebe Kollegin, die mich mittlerweile als schräge und sensible … naja, so genau weiß ich nicht, welches Bild sie von mir hat, aber es ist weit entfernt von dem, was ich gerne sehen würde.

Was habe ich falsch gemacht? Ich habe ihr erzählt, wie ich fühle und was in meinem Inneren vorgeht. Und das hat sie nicht verstanden – kein Wunder, ist sie doch ein vollkommen anderer Charakter als ich. (Anders, aber sehr liebenswert!)

Besser ist, du erzählst, was du vom anderen benötigst. Gib den Menschen keinen komplexen Bauplan deiner Seele, gib ihnen eine leicht verständliche Bedienungsanleitung.

„Ich bin müde und muss mich erholen. Ich brauche jetzt bitte zwei Stunden Zeit für mich.“

Das ist eine konkrete Anleitung. Das kann jeder verstehen, sogar ein Psychopath. Du kannst jemanden um einen Gefallen bitten, ohne zu erklären warum. Die Musik ist dir eben zu laut, ja und? Das Wort „sensibel“ muss nicht fallen.

Aber keine Regel ohne Ausnahme: Mit Menschen, die ähnlich ticken wie du und die viel Zeit mit dir verbringen, kannst du nach und nach ein paar Baupläne zu deiner persönlichen Hochsensibilität austauschen. Aber glaub mir, dein Leben wird leichter, wenn du dich im Umgang mit Bekannten, Kollegen und oberflächlichen Freunden auf die Bedienungsanleitung beschränkst. Und auch für sie wird der Umgang mit dir leichter. Sie werden dankbar sein, wenn sie wissen, dass du laute Musik nicht magst, und sie leiser stellen, wenn du im Raum bist. (Das ist nur ein Beispiel, ich mag laute Musik gerne, gerade auch beim Schreiben.)

Ein paar Worte zum Schluss

Es gibt sicher noch viel mehr Punkte, vielleicht schreibe ich demnächst einen Artikel zum Thema Hochsensibilität bzw. HSP. Vergesst nicht, ich bin kein Coach oder Profi, sondern nur eine Autorin, die Themen, die sie bewegen, in ihren Büchern verarbeitet.

Und wenn du nachsehen möchtest, was mich alles beschäftigt, dann schau doch mal bei meinen Büchern vorbei, besonders die Colors-of-Life-Reihe, die Leser oft als Mondbücher bezeichnen, passt zu diesem Artikel.

16 11, 2016

50 Dinge, die du noch nicht über Mella wusstest

2016-11-22T17:21:03+01:00Tags: |

Wer ist die Frau hinter den Mondbüchern? Hier findest du 50 Dinge, die du womöglich noch nicht über mich wusstest.

  1. Ich liebe Mosaiksteine und klebe sie sowohl auf Glasteller als auch auf selbstgemalte Bilder.
  2. Ich wurde schon mehrfach an israelischen Flughäfen komplett gefilzt und habe Blut und Wasser geschwitzt.
  3. In einer Cocktailbar bestelle ich entweder Caipirinha oder Gin Tonic.
  4. Ich habe eine Penicillin-Allergie, von dem Zeug bekomme ich Quaddeln am ganzen Körper.
  5. Ich vertrage  nur laktosefreie Milchprodukte, sonst wird es … geräuschvoll.
  6. Ich telefoniere nicht besonders gern und auch nicht besonders häufig (Ausnahmen bestätigen die Regel).
  7. Sobald ich den europäischen Kontinent verlasse, werde ich krank. Wahlweise heftige Erkältung oder Lebensmittelvergiftung, meist letzteres.
  8. Ich habe schon mal mit chinesischen Kindern in einem Ferienlager in der inneren Mongolei übernachtet.
  9. Ich besitze zahlreiche Musikinstrumente und spielte bis vor kurzem Altsaxofon und Sopransaxofon. Trotzdem gibt es noch ein E-Piano, eine Klarinette und auch eine Ukulele.
  10. Ich habe schon einmal einen Gesangsworkshop für Jazz mitgemacht und musste ganz allein mit einer Band singen – wackelnde Knie inklusive. Aber mangels Talent habe ich dieses Hobby nicht weiter verfolgt. Ich werde beim Singen zu schnell heiser.
  11. Ich fliege nicht gern wegen den Sicherheitskontrollen, der trockenen Luft und der Enge im Flugzeug. Die Aussicht wiederum mag ich!
  12. Ich besitze zwei Buddhas, die ich beide von Freundinnen geschenkt bekommen habe.
  13. Ich bin schon sieben Mal umgezogen.
  14. Ich habe früher Flamenco getanzt und bin mehrmals aufgetreten, auch allein. Außerdem habe ich Steptanz und Irish Dance versucht. Rhythmus mit den Füßen machen ist wunderbar!
  15. Ich wollte mal reiten lernen und habe nach einem Jahr aufgegeben, da ich immer noch Angst vor dem Runterfallen hatte. Jetzt bewundere ich Pferde lieber von der Seite.
  16. Ich esse nicht gerne in Restaurants, höchstens mal auf eine Pizza, das ist okay.
  17. Ich bin früher beruflich viel verreist und lasse es jetzt lieber ruhig angehen. Am Schönsten ist es in meiner Heimat!
  18. Ich habe eine unregelmäßige und krakelige Handschrift, die mir nicht gefällt.
  19. Ich liebe meine Routine, muss aber trotzdem immer wieder Neues ausprobieren, damit mir nicht langweilig wird..
  20. Wenn ich etwas Aufwändigeres koche, mache ich Riesenportionen, das fülle ich dann in Tupperdosen und beglücke meine Verwandtschaft in der näheren Umgebung.
  21. Ich liebe es, Spielsachen für meinen Neffen einzukaufen.
  22. Obwohl ich nicht gerne Fahrrad fahre, besitze ich einen Hometrainer, auf dem man virtuell die Tour de France absolvieren kann.
  23. Ich besitze etliche DVDs meiner Lieblingsfilme aus der Kindheit und gucke die hin und wieder an.
  24. Ich habe schon einmal einen Halbmarathon gelaufen, war aber sehr langsam.
  25. Ich würde gerne besser französisch sprechen, aber mangels Übung wird das in diesem Leben wohl nichts mehr.
  26. Meine liebste Jahreszeit ist der Frühling, gefolgt vom frühen Herbst.
  27. Ich brauche einen regelmäßigen Schlafrhythmus und bin auf Reisen wegen der Zeitverschiebung zu nichts zu gebrauchen.
  28. Unter meinem Schreibtisch steht ein Fußbänkchen, auf das ich meine Füße ablege.
  29. Ich bin einmal in der Probezeit gekündigt worden. Meine Erfahrungen über diese Zeit habe ich ein bisschen in „Als die Zeit vom Himmel fiel“ verarbeitet.
  30. Ich kann Wasser- oder Colaflaschen mit einer Hand auf- und zudrehen.
  31. Ich kann die Nase rümpfen, sodass andere sich drüber amüsieren (versuche ich zu vermeiden).
  32. Ich gucke kaum noch fern, sehe mir aber gerne DVDs und Video-on-Demand an.
  33. Ich bin fast vollständig auf E-Books umgestiegen. Nur selten kaufe ich noch gedruckte Bücher.
  34. Ich kann nicht besonders gut nein sagen. Es fällt mir schwer und manchmal brauche ich drei Anläufe. Aber ich übe mich darin, denn Schreibzeit ist heilig!
  35. Ich gehe nicht zu den Abitreffen meines Jahrgangs, da meine besten Schulfreunde alle eine Jahrgangsstufe weiter waren als ich (im letzten Schuljahr war das unangenehm …).
  36. Als Jugendliche habe ich auf einer Landesmeisterschaft von Rheinland-Pfalz im Standard-Tanzen zusammen mit meinem Partner den vorletzten Platz belegt.
  37. Zum ersten mal geküsst habe ich in Trier – übrigens in einer Tanzschule.
  38. Kurz nachdem ich den Führerschein hatte, bin ich einmal über fünf (!) Kilometer mit angezogener Handbremse gefahren.
  39. Obwohl ich gern frisch koche, liebe ich das künstliche Kartoffelpüree aus dem Päckchen.
  40. Ich bin Cola-light-süchtig. Wenn ich das Zeug im Haus habe, trinke ich es auch, gerne jeden Tag einen ganzen Liter.
  41. Vor dem ersten Kaffee bin ich ausgesprochen wasserscheu. Daher nehme ich bei Zeitmangel die Tasse auch gerne mit ins Bad.
  42. Wenn mich jemand sehr verletzt hat, kann ich ziemlich nachtragend sein.
  43. Ich muss mich überwinden, um Briefe und Pakete rechtzeitig auf die Post zu bringen. Brieffreundschaften sind mir deshalb als Kind immer eingeschlafen. Daher verlose ich Buchgewinne auch nur sehr zögerlich.
  44. Mit 17 hatte ich einen Freund, der 24 Jahre alt war.
  45. Ich hatte zwei kleinere Autounfälle, in beiden Fällen war ich nicht richtig konzentriert. Ist zum Glück schon länger her!
  46. Ich habe mal einen Buchpreis für ein Sachbuch gewonnen.
  47. In meinem ersten Studienjahr hat mir der Druck an der Universität so zu schaffen gemacht, dass meine Mutter sicher war, mich bald wieder zu Hause zu haben. (Ist nicht passiert.)
  48. Ich habe drei Katzen, die mir viel Freude machen.
  49. Mein Schreibtisch ist fast nie aufgeräumt. Wo kommen nur immer die vielen Sachen her??
  50. Ich wollte in diesem Beitrag eigentlich nur zehn Dinge aufschreiben.
21 09, 2016

Interview mit Mella

2016-12-17T12:16:27+01:00

Im Rahmen des Phantastik-Kongresses 2016 habe ich Jan Uhlemann ein Interview gegeben. Da es nicht öffentlich verfügbar ist, könnt ihr es hier noch einmal nachlesen:

Wann hast du angefangen zu schreiben und wann hast du „ernst“ gemacht?

Ich habe im Oktober 2012 ein Sachbuch geschrieben, das ich kurz nach Weihnachten veröffentlichte. Dabei handelte es sich um ein Hobbyprojekt, das sich aus einer Kursteilnahme ergab.
Zu der Zeit war ich schon selbstständig, sodass ich mir meine Arbeit frei einteilen konnte. Unangenehme Dinge schob ich manchmal vor mir her. Da kam die Ablenkung durch das Bücherschreiben genau richtig! Und ehe ich mich versah, hatte ich ein zweites Sachbuch publiziert.
Der Weg zum hauptberuflichen Schreiben verlief schleichend. Immer häufiger steckte ich Zeit in die Bücher statt in Kundenakquise und Dienstleistungsgewerbe. Sobald die monatlichen Einnahmen ausreichten, gab ich die andere Tätigkeit auf und arbeitete nur noch als Autorin. Das war etwa ein Jahr vor der Veröffentlichung von Himbeermond. Anders als viele vermuten, konnte ich schon vor dem Bestseller von den Buchverkäufen leben.

Was ist Schreiben heute für dich (Spaß/Sucht/Berufung/Arbeit)?

Das hängt davon ab! Momentan ist es Arbeit, weil mich das neue Manuskript gerade ziemlich fordert. Dann gibt es ausgeprägte Suchtphasen, die liebe ich. Leider kommen die bei mir eher selten vor, zuletzt beim Schreiben des Zeitreiseromans.
Ich feiere diese Momente, wenn mir ein guter Buchtitel oder eine schöne Buchidee einfallen, das ist einfach wunderbar!
Berufung ist ein großes Wort. Ich denke, dass ich den Deckel für meinen Topf gefunden habe. Dafür bin ich sehr dankbar.

Was ist dein „richtiger“ Beruf?

Wie viele darf ich nennen? Studiert habe ich Lebensmittelchemie, die Diplomarbeit absolvierte ich in der Toxikologie und die Promotion in der Biochemie. Berufserfahrung habe ich in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Consulting gesammelt.
Mein beruflicher Werdegang hat keinen roten Faden. Das war mir oft ein wenig peinlich, aber heute profitiere ich von der Vielfalt der Eindrücke, die ich gewinnen konnte.

Was haben deine Freunde und Verwandten gedacht, als du mit dem Schreiben angefangen hast?

Zunächst habe ich das nicht an die große Glocke gehängt. Mein Umfeld wusste, dass ich selbstständig bin, aber was ich jeden Tag so treibe, blieb verborgen. Die wenigen Freunde, die meine Begeisterung für die Bücher miterlebten, rieten mir meist, mich wieder auf meine eigentliche Profession zu konzentrieren. Ich sagte immer, ja, das mache ich, klar, aber wenn ich wieder an meinem Schreibtisch saß, öffnete ich die Buchdatei und tippte weiter. ?
Erst seit einem Dreivierteljahr vielleicht wissen auch entfernte Bekannte, dass ich hauptberuflich als Autorin arbeite. Allmählich spricht es sich herum.

Was fasziniert dich an der Phantastik? (Also in deinem Fall das Paranormale/Zeitreisen)

Für mich ist die Fantasy ein Hilfsmittel, um die reale Welt zu beschreiben. Wir alle haben uns schon einmal gewünscht zu wissen, was in der anderen Person vorgeht. Lina in Himbeermond kann sehen, was andere Menschen fühlen und ist diesen Antworten einen Schritt näher als ihre empathisch weniger begabte Schöpferin.
Täglich treffen wir viele Entscheidungen. Was wäre, wenn ich rechts statt links abgebogen wäre, hätte ich auch dann den Unfall gebaut? Mit diesem Thema habe ich mich in „Als die Zeit vom Himmel fiel“ beschäftigt.
Oder das Thema Geld: Wie weit gehe ich, wenn ich fast unendlich viel davon zur Verfügung habe? Nutze ich es auch, um Rache an einer Person zu üben, die mich verletzt hat? Der Roman „Herzensrache“ setzt sich in komödiantischer Form mit dieser Frage auseinander.
In Mandelmond, dem Buch, an dem ich gerade schreibe, geht es unter anderem um Selbstdisziplin. Was passiert, wenn ich die Kontrolle über meine Gefühle verliere? Bleibe ich dieselbe Person oder zerlege ich mein Umfeld in Schutt und Asche? Hängt mein Wert davon ab, dass ich meine To-Do-Liste am Abend abgearbeitet habe?
Solche Fragen treiben mich um. Antworten zu finden, ist nicht immer leicht. Beim Schreiben kann ich mich mit diesen Themen ausführlich beschäftigen.

Wenn du Zeitreisen oder in einer andere Welt leben könntest, welche wäre das und wer wärst du dort?

Ich möchte hier leben, aber ich wünsche mir mehr Fähigkeiten, die mir helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Warum ticken wir Menschen so, wie wir ticken? Was motiviert uns dazu, Gutes zu tun oder Kriege zu führen? Warum ist die Welt so, wie sie ist? Manchmal würde ich gern Gedanken lesen können. Oder Gefühle, wie in Himbeermond. Oder neben dem Schöpfer auf einer Wolke sitzen, nach unten zeigen und mir alles in Ruhe erklären lassen.
Liebes Leben, ich wünsche mir mehr Antworten!

Wenn du die Welt verändern könntest, was würdest du tun?

Ich würde den Menschen mehr Empathie einimpfen, allen voran den Politikern und Lobbyisten unserer Gesellschaft.

Was würdest du tun, wenn du nicht mehr schreiben könntest?

Ich würde wie Karla in „Als die Zeit vom Himmel fiel“ an einer Tankstelle arbeiten.
Im mittleren und oberen Management wird zu viel heiße Luft produziert, das könnte ich auf Dauer nicht mehr ertragen. Es fällt mir schwer, einen Großteil meiner Zeit in Aufgaben zu investieren, die ich für sinnlos halte. Aber diese Dinge gehören aber dazu, wenn man das Spiel in einer größeren Firma mitspielen möchte. Wer sich verweigert, bekommt die Härte des Systems zu spüren. Dann doch lieber etwas Nützliches tun und den Job nach der Schicht vergessen.

Hast du eine lustige Anekdote auf Lager? Oder ein Geheimnis, was du noch nie jemandem erzählt hast?

Mir ist im ersten Job im allerersten Projekt die Naht meiner Hose aufgerissen. Am Po!
Ich weiß bis heute nicht, ob die Kollegen es bemerkt haben. Schwarzer Blazer, schwarze Hose, schwarze Wäsche … Vielleicht, vielleicht nicht? Zum Glück war ich nicht beim Kunden, sondern im Consulting-Büro.
Ich ging zur Toilette und reparierte den Schaden notdürftig mit einer Sicherheitsnadel aus meiner Handtasche. Dann fuhr ich unter einem Vorwand ins Hotel und zog einen anderen schwarzen Anzug an.
Noch heute werde ich unruhig, wenn ich an diesen Tag zurückdenke. Der Riss war nicht gerade klein …

Wo kann der Leser dich im Netz und wo im echten Leben erleben?

Am aktivsten bin ich auf Facebook, ansonsten findet man Bilder auf Instagram. Mein Kater ist ein beliebtes Motiv. Der ist immer fotogen! Dann twittere ich ab und zu und auf meiner Homepage schreibe ich Blogartikel und gewähre den Lesern einen virtuellen Blick auf meinen Schreibtisch. Da ich ein zurückhaltendes Pflänzchen bin, sind die Gelegenheiten, mich zu treffen, ziemlich rar.

Wenn du sonst noch was zu erzählen hast, immer her damit! ?

Am Ende des Interviews möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, mich bei dir, Jan, für das Interview zu bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten! Herzlichen Dank auch an meine wunderbaren Leser, die mir Nachrichten schicken, auf meine Chronik posten, meine Bücher weiterempfehlen und mir Mut machen, wenn ich gerade nicht wie gewünscht voran komme. Was ist ein Autor schon ohne seine Leser? Tausend Dank!

Wer von Jan Uhlemann die Login-Daten bekommen hat, der kann hier weitere Interviews lesen, sehen und anhören: http://www.januhlemann.net/pk-p-start/

Leider muss man die Interviews kaufen, das finde ich etwas schade, war mir so nicht bewusst. Aber mein Text gehört mir. ;-)

1 10, 2015

Als die Zeit vom Himmel fiel: Mella plaudert aus dem Nähkästchen

2016-11-22T17:22:18+01:00Tags: , |

Oft werde ich gefragt, wie ich auf die Ideen zu meinen Büchern komme. Wie ihr vielleicht schon in den FAQ gelesen habt, ist mir die Grundidee zu Himbeermond unter der Dusche eingefallen. Leider sind Duschen nicht immer zuverlässige Lieferanten, sprich, manchmal muss man als Autor schon nachhelfen. Dafür habe ich meine Ideenbox. Das ist eine Scrivener-Datei, in der ich jeden Fitzel notiere, der vielleicht einmal ein Kapitel, eine Szene oder ein Manuskript werden könnte.

Letzten Winter habe ich einen kreativen Adventskalender gestartet: Ich nahm mir vor, jeden Tag eine Idee für ein mögliches Buch aufzuschreiben. Jeden Tag. Auch wenn sie vollkommen schrottig ist. Egal.

„Als die Zeit vom Himmel fiel“ wurde am Nikolausabend unter dem vorläufigen Titel „Fünf Minuten“ geboren. Ich liebe Zeitreiseromane und fragte mich an diesem fünften Dezember, wie ich einen schreiben könnte, ohne zum hundertsten Mal eine Zeitmaschine oder ein Portal oder eine Tür zu erfinden.

Im Januar begann ich meine Recherche. Ich meldete ein Testkonto bei einem Broker an und schaute mir viele Videos zum Thema Daytrading an. Die Recherche nahm viel Zeit in Anspruch, aber ich war voll motiviert und begann das Manuskript kurz nach der Fertigstellung von Lavendelmond. In rasend kurzer Zeit hatte ich ein Drittel eines Manuskriptes geschrieben, lehnte mich zurück und … nein. Es war Mist. Die Ich-Perspektive, die ich gewählt hatte, gefiel mir für das Buch überhaupt nicht. Ich hatte zum falschen Zeitpunkt in der Geschichte angesetzt und es fehlte der Pfiff. Das Buch hatte keine Spannung und es gab nicht viel, das euch durch die Seiten gezogen hätte. Also legte ich es beiseite, trat es gedanklich in die virtuelle Tonne und tat das, was ich tun sollte: Ich schrieb Sternenmond.

Aber ich konnte Karla einfach nicht vergessen. Ständig grübelte ich darüber nach, was ich falsch gemacht hatte. Wenn ich zum Einkaufen fuhr, dachte ich über die Geschichte nach, genau wie in der Nacht, wenn ich wach im Bett lag. Ich beschloss, alles noch einmal neu aufzubauen. Andere Perspektive, anderer Erzählstil. Anderer Anfang. Anderer Mann. Ich klaute Jakob aus meiner Dystopie (ein Rohmanuskript) und ließ ihn auf Karla treffen. Und es funkte!

In dieser Zeit kam die Nachricht, dass Amazon den Kindle Storyteller Award im Oktober vergibt. Ich hätte mit Sternenmond an den Start gehen können, aber ich dachte, so ein dritter Band, was will denn Bastei Lübbe damit? Mein Gefühl sagte mir, dass das Zeitreisebuch der perfekte Wettbewerbsbeitrag sein würde. Es kribbelte an meinem Hals.

Während ich Sternenmond fertig überarbeitete, baute ich den Plot für das Zeitreisebuch. Und so wusste ich genau, was an welche Stelle kommen würde. Das Buch war quasi schon fertig, obwohl ich noch kein Wort geschrieben hatte. Kaum war Sternenmond auf euren Kindles, legte ich los. Meine Testleser hielt ich auf dem Laufenden und ich „buchte“ sie frühzeitig für eine Testlesewoche.

In den folgenden Wochen verfluchte ich mich für diese Idee, denn Wochenenden und Freizeit waren ab sofort gestrichen. Die Deadline war knapp und ich bin normalerweise eine langsame Schreiberin. Aber da die Geschichte in meinem Kopf fertig war, habe ich es tatsächlich geschafft. Ohne Helga Baureis, die am Schluss noch mal fleißig mitgearbeitet hat, wäre ich jedoch nicht fertig geworden. Drei Tage vor Deadline war ich noch nicht sicher, ob ich rechtzeitig hochladen würde. Die E-Book-Datei war schon vorbereitet, ich hatte schon die ISBNs und den Klappentext, das Cover war fertig … Aber ich hatte mir vorgenommen, nur dann teilzunehmen, wenn ich mich mit dem Text auch wirklich wohlfühle. Helga hat mir mehrfach ins Gewissen geredet. Sie las Korrektur, ermutigte mich und tilgte die letzten unschönen Sätze aus dem Buch. Und wie konnte ich aufgeben, nachdem ich diesen Stoff geschrieben hatte? Aufgeben war doch gar keine Option, das hatte ich mehrfach betont!

Wie ihr wisst, habe ich es dann gemacht. 38 Minuten vor Ende der Deadline habe ich auf „Veröffentlichen“ geklickt. Und weil ich so aufgeregt war, habe ich das gesamte Manuskript in den folgenden drei Tagen noch einmal gelesen. Zur Sicherheit und zur Beruhigung. Diese Panikaktion war unnötig, denn ich habe lediglich Winzigkeiten angepasst, die ich hätte stehenlassen können. (Ich liebe E-Books dafür, dass man sie so schnell aktualisieren kann!) Immerhin gab mir das endlich ein richtig gutes Gefühl.

Alle haben darüber diskutiert, ob man überhaupt eine Chance hat, wenn man gegen Ende der Deadline hochlädt. Andere hatten einen riesigen Vorsprung. Aber offenbar hatte ich den richtigen Riecher. Ich war dabei! Mission accomplished. Unglaublich.

Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, bin ich wirklich stolz. Das war ein Spurt, wie ich ihn früher an der Uni regelmäßig hingelegt habe. Er war anstrengend, aber schenkte mir auch enorm viel Energie. Und genau diese Power spürt man, wenn man „Als die Zeit vom Himmel fiel“ liest.